Freitag, 19. Februar 2010

In meinem Himmel

18. Februar 2010

Gesamteindruck:
*****
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Darsteller ******
Drehbuch *****
Dramaturgie *****
Innovation *****
Kamera/Optik ******
Soundtrack *****

Wo Peter Jackson drauf steht, ist auch Peter Jackson drin. Dass Herr Jackson zur Übertreibung neigt weiß man ja nicht erst seit King Kong. Aberbislang hat das ja auch immer ganz wunderbar gepasst und funktioniert. Auch in diesem Film funktioniert die Mischung aus bedrückendem Drama und kitschiger Traumwelt, einem Versuch den Schmerz über den Verlust des eigenen Kindes und das Loslassen in beiden Welten darzustellen, bis zu einem gewissen Punkt sehr gut. Der Film bringt alles mit: Dramatik, Gefühl und Tiefgang. Jackson nimmt sich wie immer viel Zeit bei der Entwicklung seiner Geschichte und kann mit geschickter Erzählweise durchaus überzeugen. Leider nimmt das bis dahin sehr starke und nuancierte Drehbuch dann zum letzten Drittel hin stark ab, was meiner Begeisterung leider Abbruch bescherte. Ein bisschen zu kitschig und zu wirr wird die Geschichte aufgelöst. Man fragt sich ob es das gewesen sein soll, worauf hier 2 Stunden lang hingearbeitet wurde. Ein bisschen zu viel Pathos, ein bisschen zu viel des Guten und schon war die wunderbare 2-stündige Gratwanderung an der Grenze des guten Geschmacks für einen kurzen aber unübersehbaren Moment überschritten. Was zu erwähnen bleibt: Optischer und erzähltechnischer Einfallsreichtum sowie wirklich sehr gute schauspielerische Leistungen. Allen voran sei hier Saoirse Ronan genannt, die man hoffentlich noch öfter im Kino sehen werden kann. Insgesamt ein sehenswerter Film, der leider kurz vor Ende übers Ziel hinausschießt und damit wohlverdiente Lorbeeren verfehlt.

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