Donnerstag, 27. August 2009

Inglourious Basterds

27. August 2009

Gesamteindruck: ******* (Weltklasse)
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Schauspieler: *******
Story: *******
Plot: ******
Musik: *******

“Hey Bärenjude, hier möchte einer für sein Vaterland sterben!”

Es tut mir wirklich leid. Nicht nur, dass der Film trotz des “Themas” unglaublich amüsant ist und der stärkste Part “Judenjäger” Hans Lander ein SS- Offizier ist. Nein, es tut mir auch leid, dass bereits zum dritten mal in Folge die 7 Punkte Marke erreicht wurde. Aber ich kann beruhigend hinzufügen: Ab jetzt geht das Kinojahr ersteinmal ins verspätete Sommerloch…

Der Film hat alles, was einen guten Tarantino ausmacht. Ungewöhnliche Erzählweise, gemächliches Erzähltempo, ein Händchen für Charaktere und Dialoge und das Stückchen Humor, das ihn schon immer von seinen Zeitgenossen abgehoben hat.

Der Film kommt zwar unglaublich langsam daher, und scheinbar werden die Regeln der Dramatik ins Gegensätzliche verkehrt, aber gerade dadurch entwickelt der Film seine Intensität und seine Orginalität.

Besonders stechen hierbei die Dialoge hervor. Sie sind der Kernstück des Ganzen. Sie besitzen eine Qualität, die seines Gleichen sucht.

Auch bei der Auswahl und Führung der Schauspieler hat Tarantino ein glückliches Händchen bewisen. Allen voran Christoph Waltz als SS- Offizier Hans Landa, der in all seinen Szenen, und auch in denen, in denen er nicht körperlich anwesend ist, eine unglaubliche Präsenz aufbaut und alle anderen Darsteller überstrahlt. Gerade einmal Brad Pitt kann mit so einem Charakter zusammen spielen und wirkt nicht komplett an die Wand gespielt. Diane Kruger z.B. vermag das nicht und verblasst vollends im Glanze ihres Szenenpartners.

Auch alle anderen Darsteller spielen solide, wenn nicht sogar überdurchschnittlich.

Die story an sich nimmt sich nicht so ernst und wird genau so rübergrbracht und erzählt. Auch die geschichtlichen Hintergründe werden zurechtgebogen, um schließlich das Ende des Krieges neu zu erfinden. Insgesamt ein sehr erfrischender Umgang und eine gelungene Inszenierung, die nicht nur Tarantino Fans begeistern wird.

Und selbstverständlich muss man Tarantino auch hier wieder eine unvergleichlich glückliche Hand bei der Musikauswahl, die wohl ein weiteres Highlight des Film markiert, attestieren.

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