Freitag, 17. Juli 2009

Harry Potter und der Halbblutprinz

17. Juli 2009

Gesamteindruck: ****** (überragend)
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Schauspieler: *******
Story: ******
Plot: *****
Musik: ******

“Avada Kedavra!”

“Wir fassen nichts an, was uns nicht gehört!”

(Im Anschluss an die Review auch für alle Unwissenden: Wer ist der Halbblutprinz?)

Ja, Harry Potter ist zurück! Wie fand ich das Kinoerlebnis? Scheiße, denn es war mal wieder viel zu schnell vorbei und der nächste Teil lässt mal wieder viel zu lange auf sich warten. So ist es leider immer mit den Harry Potter Filmen. Auf der einen Seite ist es natürlich gut zu wissen, dass es nochmal Nachschlag gibt, dass man noch einmal die Gelegenheit bekommt in diese wundervolle Fantasiewelt abzutauchen. Aber auf der anderen Seite wartet man dann doch auf das lang ersehnte Finale.

Nun ja, sei es drum. Wir sind mit Harry Potter groß geworden, im wahrsten Sinne des Wortes. Und Harry Potter ist nach Herr der Ringe wahrscheinlich, bzw. ziemlich sicher das einflussreichste Fantasy- Epos der Modernen. Und es ist jedes mal wieder eine Freude nach Hogwarts zurückzukehren. Allerdings muss man spätestens nach diesem Teil eingestehen: Es hat sich vieles verändert (und damit meine ich nicht nur unsere verehrten Hauptdarsteller), die Welt hat sich weiterbewegt könnte man sagen. Und leider ist Hogwarts nicht mehr das farbenfrohe Nest der Unschuld, Zuversicht und des Schutzes. Die Mauer bröckelt, die die ehrwürdigen Gemächer von Dumbledore und Co. beheimatet. Es geht nicht mehr darum drei- köpfigen Hunden in den Katakomben zu entkommen, sondern um den großen Kampf zwischen Gut und Böse.

Weil ich diese Filme wirklich liebe fällt es schwer eine wirkliche KRITIK zu schreiben. Ich möchte garnichts an dem Film NICHT- mögen. Den Film durch Detailfragen und Buchvergleiche zu zerreden möchte ich mir an dieser Stelle sparen. Er hat mir einfach gefallen. Sicher hat er seine Schwächen besonders im Hinblick auf Emotionen und Fingerspitzengefühl bei Charakteren und Verknüpfung, aber im Großen und Ganzen ist er eine “runde” Sache. Die Charaktere Stimmen, von der Ausstattung und den Effekten brauchen wir garnicht zu reden. Alles wirkt so unglaublich authentisch, man möchte meinen Zauberei sei KEIN Hexenwerk! Es gibt einige Szenen, in denen Daniel Radcliffe auch wirklich mal ein bisschen mehr zeigen darf, und diese gefallen mit ihm auch am allermeisten. Draco spielt zwar immernoch den mistigen Drecksack, diesmal aber wesentlich nuancierter und vor allem mit der nötigen tragischen Ambivalenz seiner Figur in diesem Teil. Michael Gambon (Gandalf, äh Dumbledore) spielt weiterhin anstandslos und auch Jim Broadbent weiß zu überzeugen. Ein ganz starker Charakter, nicht nur schauspielerisch, sondern auch inszenatorisch: Alan Rickman alias Snape. Ich habe ihn schon seit Teil 1 geliebt. Und ich wusste: Diese Rolle ist zu größerem bestimmt… Genial gespielt von Rickman. 10 Sekunden Snape würde einen kompletten Bullshit- Movie sondergleichen entschuldigen. Was allerdings alle am 16- jährigen Tom Riddle so toll finden weiß ich nicht. In der deutschen Synchro ist die Kombination aus Überheblichkeit, Arroganz und “Schwuppigkeit” ein bisschen nervig. Dies schmälert das Schauspiel jedoch nicht und wir schieben das Missgeschick auf die schlechte Synchronisation, fertig.

Auch sonst stimmt nahezu alles: Set, Atmosphäre, Bilder, Ton, Musik, Kamera… Man könnte die gesamte Oscar- Nominierungsliste runterscrollen und bei Harry Potter und der Halbblutprinz bei allem mindestens ein sehr gut attestieren. Die 2,5 Stunden vergehen wie im Flug und nur die Pause reißt einen unsanft aus dieser Fantasiewelt heraus. Ich habe bis heute nicht verstanden, warum ein 2,5 Stunden Film eine Pause benötigt, aber wahrscheinlich sind nicht alle Menschen mit einer Blase von hier bis Korsika gesegnet. Sei es drum… Ärgerlicher empfand ich die “ab 12″ Freigabe. 12 jährige Kinder im Kino + Freunde + Popcorn + Laserpointer sind eine extrem ungünstige Kombination. Allerdings kann mich auch sowas nicht an einem herrlichen Harry Potter- Abend grämen.

Was ich mir gewünscht hätte? Eine etwa 1h länger andauernde Schnittfassung, etwa 20 Minuten mehr screentime für Severus Snape, ein bisschen mehr Drama (baby) beim Finale. Das gabs nicht und das ist auch nicht schlimm, alles andere wäre Fanboy- Gehabe gewesen und würde einem Film wie diesen wahrscheinlich eher schaden.

Was bleibt: Die Freude auf Teil 7.1 und 7.2

Achja, für alle dies unbedingt wissen wollen: The half- blood- prince is……

[MONSTER SPOILER AHEAD]

Bitte ab hier markieren:

Severus Snape

[/MONSTER SPOILER ENDE]

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