Freitag, 15. Mai 2009

Star Trek

15. Mai 2009

Gesamteindruck: ***** (sehr gut)
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Schauspieler: *****
Story: *****
Plot: ****
Musik: ******

“Faszinierend…”

Ja, ihr lest richtig. Ich habe es getan! Ich bin wirklich ganz und gar freiwillig in den “neuen” Star Trek- Film gegangen. Ich, das absolute Gegenteil eines Trekkies. Jemand, der Star Trek schon immer “scheiße” fand und eigentlich nur die “Sinnlos im Weltraum”- Verarsche der Picard`schen Crew ertragen konnte. Was zu erwarten gewesen wäre: Klischeehafte, langweilige Figuren, ein bisschen Raumschiff- PengPeng, bunte Bilder und eine an den Haaren herbeigezogene Story, gewürzt mit vielen kleinen Sidekicks. Kurz: Ein Film für Trekkies, der für jeden normalen Menschen das abgrundtief schlechteste der letzten Kino- Monate darstellen würde. Und dennoch war ich drin. Ich habe die mehr als abschreckende und für einzig relevante Filmkritik, nämlich die der Fünf Filmfreunde, in den Wind geschossen und bin hinein. Ohne jegliche Erwartung.

Und ich fand den Film geil!

Sicher, man darf keine lupenreine Story suchen. Und auch die Logik bleibt, würde sie Mr. Spock nicht ständig erwähnen, nur gehaltloses Gemurmel in den Weiten des Weltraums. Aber das spielt keine Rolle im Star Trek Universum. Das hat es auch nie bei Star Wars, und trotzdem war Star Wars geil. Aber zurück zu Star Trek. Der Film beginnt wirklich richtig, richtig gut. Hübsche Bilder, dramatisch und athmosphärisch inszeniert und mit einem guten Teil Emotion. Normalerweise hätte ich erwartet, dass diese wieder mit dem Vorschlaghammer serviert würde. Aber sie hat funktioniert. Ich hatte plötzlich irgendwas im Auge und sie tränten daher ein wenig. Ich möchte nicht bestreiten, dass das etwas mit der Szene zu tun hatte. Es hat einfach gestimmt, man hat die Charaktere ohne Augenrollen angenommen. Und so ging es mir dann auch mit den meisten anderen Charakteren. Ich kann mich nichtmal mehr richtig an ihre Namen erinnern, aber ich fand sie sympathisch. Auch wenn Kirk dieser typische Raudi- Alpha war, der am Ende alle rettet und blablabla. Aber das wurde wenigstens sympathisch und mit relativ viel Feingefühl vermittelt. Und daher fand ich die Charaktere auch immer ein stückweit glaubhafter als erwartet. Und daher konnte ich mich auch sehr gut in dem, für mich neuen, Universum zurecht finden.

Die Story ist naja, sagen wir mal versöhnlich mit allen anderen Star Trek- Spin Offs und Universen und Geschichten. Durch einen kleinen (nicht nach Logik suchen an dieser Stelle), aber geschickten, Plottwist schon relativ früh im Film, bei dem man dann auch gleichzeitig nochmal alte Charaktere herauskramen und vermanschen kann. Das Ende kommt dann doch ein bisschen zu schnell und undramatisch, aber warum denn auch anders. Insgesamt war der Film nicht einmal langweilig und hätte durchaus noch länger gehen können. Die 2 Stunden kommen einem vor wie eine gefühlte Halbe.

Die neue Crew hat auf jeden Fall Potential. Wenn ich auch trotzdem kein Fan geworden bin und ich viele kleine Ärgernisse, die mich sonst immer auf die Palme bringen würden, einfach mal außen vorlasse, dann war das ein gelungener Star Trek Abend für mich.

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