20. Mai 2009Gesamteindruck: **** (gut)
=================
Schauspieler: ****
Story: *****
Plot: ****
Musik: ****
“Ich glaube, die ganze Scheiße passiert einfach!”
Die Wertung sieht ehrlich gesagt schlimmer aus, als der Film tatsächlich war. Er war gut. Sehr spannend erzählt, unterhaltsam und an einigen Stellen mit grandiosen Bildern gesegnet. Alles in allem eine durchaus gelungene Nachtvorstellung im nahezu leeren Kino. Nicolas Cage spult wie gewohnt seine Rolle runter, ohne dabei besonders gut, noch besonders schlecht zu sein. Damit ist er, was die Cast betrifft, allerdings auch schon das Highlight des Films.
Der Film beginnt mit der wohl bescheuertsten und übrzeichnetsten Szene der Filmgeschichte. Die Schulszene in den 60er Jahren übertrifft alles bislang an dagewesene um Längen… Aber seht selbst, es gibt Sachen, die kann und will man nicht beschreiben. Das einzig gute an der Sache bleibt das mulmige Gefühl, mit dem man zurückgelassen wird, wenn man sieht, dass das arme Mädchen, das die Stimmen hört, irgendwie einfach so zurückgelassen wird.
Dann nimmt der Film doch relativ schnell an Fahrt auf und weist durchaus ein spannendes Wechselbad der Vermutungen und Fakten auf, deren Auflösung am Ende dann doch etwas zu “abgespaced” erscheinen mag. Es gibt ein paar nette Szenen, deren Realismus dann manchmal doch eher weit hergeholt ist (Vorlesungen am MIT beispielsweise), aber dazu dienen sollen den übergeordneten Grundkonflikt der Geschichte zu verdeutlichen.
Nachdem Jack (Nicolas Cage) seine Frau bei einem tragischen Unfall verloren hat, verliert er den Glauben an Schicksal und Bestimmung und neigt dazu (siehe Zitat) dem Zufall alles in die Schuhe zu schieben. Natürlich ist es genau diese Ansicht, die sich im Laufe der Geschichte ändern muss und leider muss Jack es uns dann auch nochmal direkt auf die Nase binden. Nun gut. Ist man ja nicht mehr anders gewöhnt in Hollywood, warum also drüber aufregen.
Ansonsten zwängt sich einem das Gefühl auf, dass der Plot insgesamt doch hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Szenen, gespickt mit wahnsinnig intensiven Bildern (Beispiel: Der Flugzeugabsturz) , verleiten uns doch dazu dem Film mehr Sympathien entgegen zu bringen, als er rein objektiv wahrscheinlich verdient hätte.
Am Ende gibt es noch ein paar verzweifelte Versuche Spannung zu erzeugen, indem sich nahezu alle Charaktere vollkommen irrational verhalten, aber die Auflösung des Ganzen steht dann schon kurz bevor. Und leider muss man dabei doch ein bisschen mit den Augen rollen. Nun gut, insgesamt halb so schlimm. Für Versöhnung zwischen Glaube und Wissenchaft wird auch noch gesorgt und gut ist.
Insgesamt also eine inhaltlich ziemlich mutlose, moderne [SPOILER] Arche- Noah- Geschichte [/SPOILER] verpackt in ein Gewand kurzweiliger Popcorn- Unterhaltung á la Hollywood. Wer mehr erwartet wird enttäuscht. Wie so oft…
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen