26. Mai 2009Gesamteindruck: ***** (sehr gut)
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Schauspieler: *****
Story: *****
Plot: *****
Musik: ****
The international führt uns einmal mehr die üblen Machenschaften der Großbanken vor Augen, zeigt uns wer woran verdient und dass am Ende jeder darin verstrickt ist. Jeder Einzelne. Jaja, die bösen Banken kommen wiedermal nicht gut bei weg und vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftslage mag sich so manches Bild der Topmanager sogar nochmal verschlimmern. Sicherlich wird in diesem Film etwas dick aufgetragen, aber im Grunde ist es doch die Rendite die zählt. Und wer sagt uns wie diese tatsächlich erwirtschaftet wird? Wer gerne mal ein bisschen hinter die Fassaden gucken möchte, dem empfehle ich das Buch “Propaganda” von Edward Bernays. Da geht es zwar nicht primär um Banken, sondern um den Meinungsbildungs- und Manipulationsprozess als solchem, aber am Ende geht doch genau daran die Menschheit zu Grunde. Wer hält eigentlich die Fäden in der Hand? Und sind die Leute geeignet sie in der Hand zu halten?
Aber zurück zum Film. Sehr spannend erzählt, ohne übertrieben konstruiert zu wirken. Die Spannung frisst einen nicht gerade auf, aber das erzeugt zumindest eine gewisse Authentizität, die manch anderer Film vermissen lässt. Die Charaktere wirken ebenfalls authentisch und auf ihre eigene Weise realistisch. Die story wird solide erzählt, ohne zuviele Ecken und Kanten, dennoch nicht minder packend. Alle Charaktere im Film wirken solide und mit etwas mehr Feingefühl inszeniert als es in Hollywood- Filmen sonst eher die Regel ist. Viel kann man dem Film nicht rot ankreiden. Sicher kratzt er thematisch als auch zwischenmenschlich nur an der Oberfläche und erzeugt im Zuschauer mehr subjektive Wut und Meinung, als dass er Kontroversen aufzeigt. Aber viel mehr war von dem Film nicht zu erwarten. Insofern ist er durchaus einen Blick wert! Was, wie immer, stört ist die doch etwas fatalistische und eindimensionale Betrachtung des Grundkonfliktes. Einzige Ausnahme: Armin Müller Stahl.
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