Samstag, 28. Februar 2009

Der Vorleser


28. Februar 2009

Gesamteindruck: ***** (sehr gut)
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Schauspieler: ******
Story: *****
Plot: *****
Musik: ****

“Wir nehmen ein Stück durch.”

Zuerst einmal muss man sagen, dass Kate Winslet völlig zurecht den Oscar als beste Hauptdarstellerin bekommen hat. Sie macht eine wirklich gute Figur - im wahrsten Sinne des Wortes.

Ein Film über Schuld, die Täterfrage und Analphabetismus. “Der Vorleser” weiß dies sensibel zu kombinieren und erzeugt einen zutiefst nachdenklichen Kinoabend. Die gelungene Umsetzung des Erfolgsromans hat damit fast die Höchstpunktzahl verdient. Auch David Kross weiß den Großteil seiner Präsenz zu überzeugen. Besonders intensiv wird allerdings die Figur Schmitz beleuchtet. Auch hier wurde viel Wert darauf gelegt den Großteil der Aussagen zwischen die Zeilen zu packen, sodass der Film keineswegs zu der Kategorie “Friss und stirb” zuzuordnen ist. Genau diese Perspektive ist bei diesem Werk auch notwendig, denn nur der Zuschauer kann für sich allein das Bild zeichnen, dessen Umrisse im Film angedeutet werden. Der Film ist hinreichend emotional, scheint aber stets eine gewisse Distanz aufrecht erhalten zu müssen. Die Musik blebt sehr dezent im Hintergrund, ist nicht schlecht, bleibt aber definitiv nicht in Erinnerung. Die Bilder hingegen sind intensiv, können eine sehr authentische Athmosphäre schaffen und so dem Film noch mehr Tiefe verleihen.

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