Montag, 8. März 2010

Academy Awards 2010 - And the Oscar goes to...

'Oscar' Academy Awards 7. März 2010

Die, nach diesem cinetologisch spannenden Jahr 2009, stattfindenden Academy Awards waren meiner Meinung nach eine der langweiligsten Preisverleihungen der letzten Dekade. Dieses Jahr hat man den Schritt zurück von Musical- und Showveranstaltung zu purer Langeweile geschafft. Unterbrochen von der sich ewig wiederholenden Werbung, haben hier einfallslose Laudatoren ziemlich routiniert eine Preisverleihung runtergespult die nur noch dank des hochkarätigen Publikums überhaupt einen Hauch von Glamour verspüren lässt. Selten hat mich ein Moderatoren-Team so kalt gelassen. Allerdings war es nach all den misslungenen Showeinlagen der vergangenen Jahre auch kein Beinbruch all den schlecht zusammengescripteten Quatsch einfach mal weg zu lassen. 'Reduce to the max' quasi. Nachts um 2 Uhr MEZ vor der heimischen Flimmerkiste mag das zu verkraften sein, für jemanden der eine der wenigen freien Karten dieses zweifelhaften "Spektakels" ergattern konnte, gleicht das jedoch einem mächtigen Tritt in die Eier. Ich erinnere mich noch an die Zeien, wo Peter Jacksons Herr der Ringe den clean sweep geschafft hat. Da hat man noch mitgefiebert. Nun aber zu dieser Veranstaltung: Roboter- Tänzer quälen die Augen des Zuschauers in feinster Waldorf-Manier mit einer Techno-Choreographie zum Hurt Locker Soundtrack? Die Ehrenoscars werden mal kurz eingeschoben, nur um die standing ovations mit einer Totalen auf die Bühne (???) und dem mehr schlecht als recht eingespielten Oscar-Theme zu übertönen? Ich für meinen Teil finde, dass eine Oscar-Verleihung doch zumindest eine Live-Band / ein Orchester verdient hat und sich nicht mit eingespielten und schlecht gefadeten Bandaufnahmen begnügen muss. Insgesamt fehlen Mut und Würze in der Veranstaltung.

Nun zu den Gewinnern und Verlierern:


Best Actor in a Leading Role (Bester Hauptdarsteller)

Mein Favorit: Jeff Bridges - Crazy Heart
Gewinner: Jeff Bridges - Crazy Heart

Ich hab den Film nicht gesehen, aber das geht schon in Ordnung, allein schon weil Jeff Bridges bereits so vielen Charakteren Leben auf unvergleichliche Art und Weise eingehaucht hat.


Best Actor in a Supporting Role (Bester Nebendarsteller)

Mein Favorit: Christoph Waltz - Inglourious Basterds
Gewinner: Christoph Waltz - Inglourious Basterds

Absolut verdienter Gewinner mit einer atemberaubenden schauspielerischen Leistung im Jahr 2009 und ohne Frage die einzig zu vertretente Entscheidung der Academy.


Best Actress in a Leading Role (Beste Hauptdarstellerin)

Meine Favoritin: Meryl Streep - Julie & Julia
Gewinnerin: Sandra Bullock - The Blind Side

Das wird so schon in Ordnung sein. Ich denke und hoffe dies ist für Sandra Bullock der Zeitpunkt an dem sie ihre Rollen mit mehr Bedacht auswählt. Goldene Himbeere und Oscar passen einfach nicht zusammen. Meryl Streep hätte ich es gegönnt, denn sie gehört sicherlich zu dem Besten und Wandelbarsten, was Hollywood zu bieten hat.


Best Actress in a Supporting Role (Beste Nebendarstellerin)

Meine Favoritin: Vera Farmiga - Up in the Air
Gewinnerin: Mo’Nique - Precious

Ich hätte mich für Farmiga gefreut, die eine grandiose Leistung in Up in the Air erbracht hat. Aber ich vermute einfach mal, dass der mit großer Wahrscheinlichkeit sehr starke Film Precious hier auch eine grandiose Nebendarstellerin zu bieten hat. Glückwunsch!


Best Animated Feature Film (Bester Animationsfilm)

Mein Favorit: Coraline
Gewinner: Oben

Sicherlich keine Frage. Coraline und Oben sind wirklich ganz fantastische Filme die mich beide im jahr 2009 mehr als fasziniert haben.


Best Original Screenplay (Bestes Originaldrehbuch)

Mein Favorit: Mark Boal - Tödliches Kommando
Gewinner: Mark Boal - Tödliches Kommando

Tödliches Kommando hat mich 2009 sehr fasziniert in seiner Darstellung des Krieges und dem tiefgründigen Subtext. Daher mit Sicherheit ein verdienter Gewinner. Größter Konkurrent hierbei: Quentin Tarrantino.


Best Adapted Screenplay (Bestes adaptiertes Drehbuch)

Mein Favorit: Jason Reitman und Sheldon Turner - Up in the Air
Gewinner: Geoffrey Fletcher - Precious

Ich hätte es Reitman und Turner gegönnt. Ich fand Up in the Air faszinierend. Ich bin allerdings überzeugt, dass mit Fletcher ein talentierter Mann mit einem grandiosen Drehbuch für einen mehr als interessanten Film gewonnen hat. Ich hoffe der Streifen schafft es bald in die deutschen Kinos.


Best Foreign Language Film (Bester fremdsprachiger Film)

Mein Favorit: Das weiße Band - Deutschland
Gewinner: El secreto de sus ojos - Argentinien

Schade.


Best Original Score (Beste Filmmusik)

Mein Favorit: Michael Giacchino (Oben)
Gewinner: Michael Giacchino (Oben)

So richtig bewegt hat mich dieses Jahr kaum ein Soundtrack. Die Einzigen, deren Melodien mir überhaupt etwas sagen konnten waren die von Hurt Locker, Avatar und Up. Und von denen gefiel mir Up einfach am besten, weil er den Film mehr als nur begleitet, sondern in seiner Grundstimmung wesentlich bereichert hat.


Best Film Editing (Bester Filmschnitt)

Mein Favorit: Chris Innis und Bob Murawski (Tödliches Kommando)
Gewinner: Chris Innis und Bob Murawski (Tödliches Kommando)

Das geht so absolut in Ordnung. Näher im Geschehen kann man einfach nicht sein. Gut gemacht!


Best Sound Editing (Bester Ton)

Mein Favorit: Paul N.J. Ottosson - Tödliches Kommando
Gewinner: Paul N.J. Ottosson - Tödliches Kommando

Das hat ordentlich geschäppert möchte man meinen. Hats auch, Glückwunsch!


Best Sound Mixing (Bester Tonschnitt)

Mein Favorit: Tödliches Kommando
Gewinner: Tödliches Kommando

Auch hier der verdiente Gewinner!


Best Costume Design (Bestes Kostümdesign)

Meine Favoritin: Monique Prudhomme - Das Kabinett des Dr. Parnassus
Gewinner: Sandy Powell - The Young Victoria

Hier kann ich nur sagen, dass Parnassus schon sehr faszinierend war. Dass jedoch ein Historienfilm gewinnt ist nicht verwunderlich und mit Sicherheit auch nicht unverdient.


Best Cinematography (Beste Kamera)

Mein Favorit: Mauro Fiore - Avatar - Aufbruch nach Pandora
Gewinner: Mauro Fiore - Avatar - Aufbruch nach Pandora

Sicherlich, das meiste was bei Avatar passiert, wurde mit der, wie die Fünf Filmfreunde so herrlich kommentierten, "3rd Person Verfolgerkamera aus WoW" aufgenommen. Trotzdem gebürt den Machern von Avatar auf technischer Ebene größter Respekt!


Best Director (Beste Regie)

Mein Favorit: Quentin Tarantino - Inglourious Basterds
Gewinner: Katheryn Bigelow - Tödliches Kommando

Bigelows Film scheint den Nerv der Amerikaner getroffen zu haben. Sicherlich hat sie ihn verdient. Die Revolution hat sie allerdings genausowenig wie ihr Ex James Cameron herbeigeführt. Ich hätte Quentin den schon lang verdienten Oscar für grandiose Arbeit hinter der Kamera verliehen. Allerdings gleich dahinter die gute Katheryn noch vor Jason Reitman. James Cameron hat mit Sicherheit Großes geleistet, allerdings genauso Großes zerstört.


Best Picture (Bester Film)

Avatar - Aufbruch nach Pandora
The Blind Side
District 9
An Education
Inglourious Basterds
Oben
Precious
A Serious Man
Tödliches Kommando
Up in the Air

Mein Favorit: t.b.d.
Gewinner: Tödliches Kommando

Wow, was für eine spannende Kategorie. Hier gibt es viele Filme, die grandios sind. Welcher ist allerdings noch ein Fünkchen grandioser als seine Konkurrenten? Tödliches Kommando ist mit Sicherheit ein verdienter Sieger, aber genauso wären es Up, Up in the Air oder die Basterds gewesen. Nur Avatar nicht, beim besten Willen. Kindergarten-story mit grandioses Effekten macht eben grandiose Effekte und keinen grandiosen Film...

Mittwoch, 24. Februar 2010

HOLLYWOOD und Effekte

Nach der grausamen Mitteilung, dass es einen "noch größeren" Teil 5 der grandiosesten Action TRILOGIE (!!!) namens Stirb Langsam geben soll, bei der das Augenmerk auf "Bruce rettet die Welt" gelegt werden soll, da muss ich einfach mal was los werden. Da muss ich mir einfach mal Luft machen und einmal mehr AVATAR und Co. für ihre "Verdienste" um den Film relativieren. Dank einem storytechnisch so belanglosen Film, der seine Daseinsberechtigung seit Pocahontas verloren hat, muss einmal mehr alles größer, besser, bunter und "computergenerierter" sein. Und warum funktioniert das so gut? Weil der Otto-Normalverbraucher scheinbar ein rein visuelles Wesen ist. Story zählt nicht viel, guckt man sich den Erfolg von CGI-Wundern wie Transformers, AVATAR und Co. an. Stattdessen zählen bunte Bilder und viel "KnallPeng". Leute lassen sich von Trailern nur noch ins Kino locken, wenn etwas fürs Auge geboten wird. Alles andere wird sich scheinbar auds der Steckdose heruntergeladen, wenn überhaupt. Nur wenige scheinen eine gute story überhaupt zu würdigen wissen. Und so geht es nun auch Stirb Langsam. Waren Teile 1 bis 3 noch geniale Drehbücher, ging es in Teil 4 schon um eine geleckte Optik, wo gegen Düsenjets und Hypertechnik-Verbrecher gekämpft werden musste. Wo Autos zu fahrenden Geschossen wurden und alles, was im entferntesten explodieren kann auch explodieren muss. Eine wirklich guter vierter Teil hätte wegen "veralteter Optik" wahrscheinlich niemanden mehr hinter dem Ofen hervorgelockt. Dabei hatte man zu den Zeiten noch wirklich was zu erzählen.
Aber kommen wir zurück zur Neuzeit: Dass man auch heute noch ohne viel Effekthascherei tolle Geschichten erzählen kann und will beweisen zahlreiche Produktionen. Aber guckt Euch die Kinosäle an? Wirklich Geld bringt im Moment AVATAR. Ein Film, dessen story nicht nur ausgelutscht, sondern auch klischeebehaftet und oberflächlich bis in die kleinste Pore seines Daseins ist. Sicherlich ist er optisch ein Hingucker. Und als solcher auch ein atemberaubend guter Film. Aber Leute, wollt ihr wirklich nur ins Kino gehen, wenns was für die Augen und nichts fürs Gehirn gibt? Filme haben so viel mehr zu geben als nur bunte Kriegsschauplätze in 3D! Ich hoffe dass sich die Leute wieder einmal besinnen und die wahre Stärke des Kinos erkennen, nämlich eine gute Geschichte. Effekte sind schön und gut, sollten aber nur als Mittel zum Zweck dienen und nicht ihrer Selbst Willen zum Zweck mutieren. Geht ins Kino wegen des Films, nicht wegen seiner Effekte.
Genau diese Entwicklung führt nämlich dazu, dass bei Ghostbusters 3 nicht die story im Vordergrund steht, sondern die story an möglichst "bombastische" Effekte angepast werden muss. Und genau das wird diesem Film das Genick brechen, wenn es nicht verhindert wird!

Sonntag, 21. Februar 2010

Up, in the Air

13. Februar 2010

Gesamteindruck:
******
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Darsteller ******
Drehbuch ******
Dramaturgie *****
Innovation *****
Kamera/Optik *****
Soundtrack *****

George Clooney als gnadenlos erfolgreicher Sanierer ist unterwegs um Leute zu entlassen. Ryan(air) Bingham liebt seinen Job und kaum einer kann ihn besser als er. Als Dienstreisender nutzt seinen schier unerschöpflichen Vorrat an Meilensammler-programmen um den imaginären Schwanzvergleich auch mit dem weiblichen Geschlecht zu bestehen. Schade nur, das seine geliebte Reisetätigkeit zur Seltenheit werden soll, ist das Webcam-onlin-Entlassungs-projekt seiner neuen Partnerin ersteinmal angelaufen. Zum Glück trotzt das Drehbuch nicht vor Plattitüden und pseudo-Kritik. Ryan Bingham macht seinen Job. Ihm dabei zuzusehen und seine eigene Entwicklung zu verfolgen steht dabei zweifelsohne im Mittelpunkt der Betrachtungen, nicht etwa das grausame Wesen der Entlassungen, die hier nur am Rande angerissen werden. Der Film zeigt einen Mann, der dieses Leben liebt. Das Leben das manche von uns als kröndende Laufbahn zum Herzinfarkt und Beziehungstot bezeichnen. Für Ryan Bingham ist eben alles nur Ballast, der abgeworfen werden muss. Ob man sich mit seiner Figur identifizieren können muss bleibt zu hinterfragen, fest steht jedoch, dass Ryan trotz seiner ungewöhnlichen Art sympathisch ist. Das schöne an diesem Film ist allerdings das Ende, das man, für die sehr konservative Machart der Charakterentwicklung im hauptteil des Film, so nicht erwarten würde, aber frischen Wind in den Kinosaal bläst. Ein schöner Film zum mitansehen. Vielleicht auch deshalb weil die Welt der Bonusmeilensammler dann doch eine recht faszinierende ist.

Freitag, 19. Februar 2010

In meinem Himmel

18. Februar 2010

Gesamteindruck:
*****
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Darsteller ******
Drehbuch *****
Dramaturgie *****
Innovation *****
Kamera/Optik ******
Soundtrack *****

Wo Peter Jackson drauf steht, ist auch Peter Jackson drin. Dass Herr Jackson zur Übertreibung neigt weiß man ja nicht erst seit King Kong. Aberbislang hat das ja auch immer ganz wunderbar gepasst und funktioniert. Auch in diesem Film funktioniert die Mischung aus bedrückendem Drama und kitschiger Traumwelt, einem Versuch den Schmerz über den Verlust des eigenen Kindes und das Loslassen in beiden Welten darzustellen, bis zu einem gewissen Punkt sehr gut. Der Film bringt alles mit: Dramatik, Gefühl und Tiefgang. Jackson nimmt sich wie immer viel Zeit bei der Entwicklung seiner Geschichte und kann mit geschickter Erzählweise durchaus überzeugen. Leider nimmt das bis dahin sehr starke und nuancierte Drehbuch dann zum letzten Drittel hin stark ab, was meiner Begeisterung leider Abbruch bescherte. Ein bisschen zu kitschig und zu wirr wird die Geschichte aufgelöst. Man fragt sich ob es das gewesen sein soll, worauf hier 2 Stunden lang hingearbeitet wurde. Ein bisschen zu viel Pathos, ein bisschen zu viel des Guten und schon war die wunderbare 2-stündige Gratwanderung an der Grenze des guten Geschmacks für einen kurzen aber unübersehbaren Moment überschritten. Was zu erwähnen bleibt: Optischer und erzähltechnischer Einfallsreichtum sowie wirklich sehr gute schauspielerische Leistungen. Allen voran sei hier Saoirse Ronan genannt, die man hoffentlich noch öfter im Kino sehen werden kann. Insgesamt ein sehenswerter Film, der leider kurz vor Ende übers Ziel hinausschießt und damit wohlverdiente Lorbeeren verfehlt.

Freitag, 12. Februar 2010

The Wolfman

12. Februar 2010

Gesamteindruck:
*****
=================

Darsteller ******
Drehbuch *****
Dramaturgie *****
Innovation ****
Kamera/Optik ******
Soundtrack *****

Wirklich guter Werwolf-Film, wenn man das so sagen kann. Ich wusste nicht so recht, was ich von dem Film erwarten sollte. Irgendwie fand ich das Werwolf-Thema nie so faszinierend. och diese Umsetzung hat mich tatsächlich positiv überrascht. Sehr ästhetische Optik, interessante Figuren, nette Geschichte. Das alles nicht atemberaubend innovativ, aber das muss ein Film ja auch nicht immer sein. Es reicht auch einfach ein klassisches Horrorwesen überzeugend umzusetzen und in einen grundsoliden Film zu betten, der nicht vor Kitsch trieft. Hier wird hemmungslos und ungeschönt das kurze Leben einer Bestie in Menschengestalt gezeigt, und dabei wollen wir es auch belassen. Hübscher Film, ohne grobe Schnitzer. Nicht mehr, nicht weniger.

Mittwoch, 10. Februar 2010

All Inclusive

10. Februar 2010

Gesamteindruck:
***
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Darsteller ***
Drehbuch ***
Dramaturgie ***
Innovation ***
Kamera/Optik ****
Soundtrack ****

Ehrlich gesagt viel zu vorhersehbar, zu einfach und zu belanglos um viel mehr drüber zu schreiben. Alle, von einer Beziehungskomödie zu erwartenden Klischees werden bedient und leider ein wenig überdehnt. Jean Reno als komischer Yoga-Kauz mit absurden Partnerübungen zählt da genauso zu wie die obligatorischen Beziehungsprobleme, die scheinbar aus dem Nichts heraus kommen und gehen... Wer im übrigen das Guitar-Hero Battle toll fand, dem sei an dieser Stelle American Pie 3 (???) ans Herz gelegt, da gabs das nämlich fast genauso schon einmal. Freilich nicht als Guitar Hero-Battle, sondern als Tanz- Battle, damals aber wesentlich "innovativer" und, meiner Meinung nach, auch besser. Das alles wirkt nicht erfrischend, sondern viel eher so, als hätte man eine Checkliste abzuarbeiten gehabt, an der man sich orientieren musste. Die Witze waren abgedroschen, die Charaktere platt. Die Schauspieler, allesamt mindestens eine Klasse besser, als es ihnen dieses Script erlaubt, spielen sich routiniert und scheinbar gelangweilt durch den Klamauk. Als Werbung für ein Sommeressort nicht schlecht, als ernstzunehmende Komödie keine Konkurrenz. Schade, aber bei all inclusive fehlt einfach der Witz, die Orginalität, kurz: Irgendetwas, das ihn zu einem liebens- und lachenswerten Film macht und über den Durchschnitt hebt.

Freitag, 5. Februar 2010

Friendship

05. Februar 2010

Gesamteindruck:
******
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Darsteller ******
Drehbuch ******
Dramaturgie ******
Innovation *****
Kamera/Optik *****
Soundtrack *****

Mal wieder einer der wenigen, ganz großen, deutschen Filme. Eine spannende und gut erzählte story, interessante Charaktere und wenig Langeweile sind eben doch die Zutaten, aus denen die besten Filme aller Zeiten gemacht sind. Ganz besonders muss ich hier einen hervorheben: Ich muss gestehen, ich bin ein großer Matthias Schweighöfer- Fan. Er hat es geschafft aus der Figur noch mehr herauszuholen, als es das ohnehin wirklich großartige Script vorgehabt zu haben scheint. Die vielen kleinen Nuancen und Gesten scheinen kein Ende zu nehmen. Angereichert mit wirklich erfrischendem Witz und fantastischen Dialogen präsentiert sich die sympathisch- chaotische Reise durch Amerika immer mit einem kleinen Augenzwinkern. Dabei wirkt die Weltfremdheit der Ossis im Land der Freiheit zu keiner Zeit wirklich albern oder boshaft blamabel. Sicherlich ist der Plot nicht der Ergiebigste, aber schließlich ist es hier gelungen das Herz eines jeden Road-Movies einzufangen: Der Weg ist das Ziel.

Mittwoch, 3. Februar 2010

13 Semester

03. Februar 2010

Gesamteindruck:
*****
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Darsteller *****
Drehbuch *****
Dramaturgie *****
Innovation *****
Kamera/Optik ****
Soundtrack ****

Ein Film über Studenten bereitet bei mir meist schon während des Trailers Bauchschmerzen... Viel zu oft werden sie als ständig saufendes und feierndes Faultierpack beschrieben, was vielleicht nicht unbedingt falsch, aber nur in seltenen Fällen richtig ist. Dieser Film geht da zum Glück ein kleines bisschen differenzierter mit um, zeigt die verschiedenen Stereotypen, ohne dabei zu sehr zu bewerten. Der Film zeigt die Probleme, Herausforderungen, Erlebnisse und Erfahrungen eines Studenten und seiner Umwelt. Und das auf recht unterhaltsame und sympathische Art und Weise. Sicher wird sich nicht jeder mit dem Protagonisten identifizieren können, aber das macht ihn nicht unsympathisch. Man leidet mit ihm und man freut sich mit ihm, feiert, lernt und lebt mit ihm und seinen Problemen. Einige kennt man zur Genüge, andere hat man auf diese Art und Weise leider, oder eher glücklicherweise nicht erleben können/müssen. Am Ende sucht sich Wasser eben doch seinen Weg, genauso wie ein Jeder von uns. Der Eine auf der Überholspur, der Andere über Umwege. Die Charaktere wirken dabei sehr authentisch und zum größten Teil auch liebenswert. Die Situationen gleiten nicht zu sehr ins Absurde ab und die Erzählweise ist erfrischend und angenehm zu verfolgen. Am Ende muss sich jeder sein Eigenes Bild über die Studenten von heute machen. Viel Spaß dabei in diesem Film.

Dienstag, 12. Januar 2010

Zombieland

12. Januar 2010

Gesamteindruck:
*******
=================

Darsteller *******
Drehbuch *******
Dramaturgie *******
Innovation ******
Kamera/Optik *****
Soundtrack ******

Grandios! Endlich ein Zombiefilm, der sich selbst nicht so ernst nimmt, auf der anderen Seite aber auch keine Komödie ist. Ich hatte Spaß, fand die Atmosphäre weit mehr als nur beklemmend und authentisch, sondern auch faszinierend und abenteuerlich. Es wäre doch eine interessante Vorstellung in diesem "Zombieland" zu leben. Und dieses "Überleben" in einer fast völlig zu Zombies mutierten und entvölkerten Welt stellt den Mittelpunkt der Betrachtungen dar. Angefangen bei den wichtigsten "Regeln" im Umgang mit seiner Umwelt, über die wahnwitzigen und grundverschiedenen Charaktere und ihre Beziehungen zueinander, passt hier einfach alles zusammen. Die Personen sind liebenswert, verrückt, manchmal auch zum kotzen, aber am Ende doch wie eine kleine Familie. Insgesamt eine tolle Entwicklung, die vielleicht nicht gerade den Nobelpreis für Charakterentwicklung verdient, für sich im Kleinen allerdings ganz wunderbar erdacht und zusammengeschrieben wurde. Ausserdem spielt Bill Murray mit. Und ich meine wenn Bill Murray mitspielt mit einer Rolle, die vor Genialität selbst Tote auferstehen lässt, dann hat irgendjemand irgendetwas ganzschön richtig gemacht. Das Drehbuch strotzt nur so vor interessanten Ideen und lässt weder Langeweile, noch dämlichen Horror-Humor aufkommen. Mich hat der Film gefesselt wie kaum ein anderer, denn wer vor dem Hintergrund der Zombisierung der Menschheit eine so abwechslungsreiche, spannende und äußerst humorvolle Geschichte zu erzählen vermag, der hat den Respekt aller Cinetologen verdient. Ich freue mich wirklich sehr auf Teil 2!

The Gamer

12. Januar 2010

Gesamteindruck:
****
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Darsteller ****
Drehbuch ****
Dramaturgie ****
Innovation ****
Kamera/Optik ****
Soundtrack ****

Zum Tode verurteilte Menschen erhalten die Chance ihres Lebens: Wer als Gamer-Avatar ein paar Runden im real-life Counterstrike überlebt darf zurück in die Freiheit. Aber nur einer hat es jeh geschafft sich überhaupt in die Nähe dieses Gedankens zu kämpfen...
Mal wieder ein typischer Fall von "Nette Idee, dann ging uns aber die Kreativität verloren". Das spannende und sicher gesellschaftspolitisch brisante Thema wird weder diskutiert, noch hinreichend genau angerissen. Stattdessen baut sich um das Thema herum ein recht einfallsloser Action- Film auf , mit einem obligatorischen Größenwahn-Finale gepaart mit ein paar gesellschaftskritischen Ansätzen, die allerdings im Pulverdampf völlig untergehen. Grundsolider Film, aber auch nicht mehr. Schade, von dem Thema hätte ich mir, ähnlich wie bei Surrogates einfach mehr erwartet, selbst für einen Action-Film.

Donnerstag, 31. Dezember 2009

TOPs und FLOPs 2009

Das Kinojahr 2009 hatte viele Überraschungen parat. Bei insgesamt mehr als 57 Kinobesuchen (zzgl. Zweitgutachten & Co.) und einem Kinomarathon (9 Filme in 7 Tagen) kann man von einem erfolgreichen Kinojahr sprechen.

Hier also die TOP- Ten, sowie die FLOP-Ten:

TOP
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10. Gran Torino

9. Glaubensfrage
8. Oben
7. Zweiohrküken
6. 9
5. Inglourious Basterds
4. The Hurt Locker
3. The Imaginarium of Dr. Parnassus
2. Coraline
1. The Wrestler


FLOP
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10. AVATAR
9. Public Enemies
8. The Surrogates
7. Der Kaufhaus Cop
6. Illuminati
5. Fast and Furoius 4
4. The Vampires Assistant
3. Transformers 2
2. Mord ist mein Geschäft, Liebling
1. Isch kandidiere!

Montag, 28. Dezember 2009

Zweiohrküken


28. Dezember 2009

Gesamteindruck: ****** (überragend)
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Schauspieler: ******
Story: ******
Plot: *****
Musik: ******

Bereits die Keinohrhasen haben mich fasziniert. So authentisch und Lebensnah für einen deutschen Film. Auch im zweiten Teil hat Til Schweiger bewiesen, dass er zum Besten gehört, was der deutsche Film zu bieten hat. Er hat nicht nur eine Fortsetzung gedreht, sondern das Konzept auf die nächste Ebene befördert. Der Film hatte tatsächlich etwas zu sagen und war nicht nur ein erneuter Aufguss einer Soapfolge in Spielfilmlänge. Viele Situationen kennt man genau so. Den Darstellern gelingt es authentisch und symphatisch zu agieren und die eigentliche Intention der Situation verständlich zu verdeutlichen, ohne dabei zu offensichtlich und klischeebeladen zu sein. Gütesiegel: Empfehlenswert!

Samstag, 26. Dezember 2009

SAW 6

26. Dezember 2009

Gesamteindruck:
*****
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Darsteller ****
Drehbuch ******
Dramaturgie ******
Innovation ******
Kamera/Optik *****
Soundtrack ****

Ich muss gestehen: Ich finde die SAW- Reihe toll. Ganz einfach, weil sie unter all dem Horror-Genre-Müll einfach innovativ hervorsticht. Sicher hat man versucht über die Jahre immer wieder zu überraschen und sich dabei selbst zu übertrumpfen. Sich selbst zu kopieren, das kann man den Filmen ja durchaus vorwerfen. Aber sie sind immernoch tausendfach besser als all die Teenie-Horror-Metzel-und-Meuchelmörder-Filme, die man sonst so vorgesetzt bekommt. Der erste Film hätte glatte 7 Sterne verdient, so innovativ war er. Sicher, man kann über 6 Teile hinweg nicht jedesmal das Genre neu erfinden. Aber die SAW-Reihe als Gesamtkunstwerk hat dies definitiv geschafft. SAW 6 präsentiert sich als letztes Puzzleteil eines wahrhaft verwirrenden und geschickt geschriebenen Kinoerlebnisses. Sicher geht es mal wieder um die Pseudomoral und Motivation unserer Protagonisten und all der Verwicklungen zwischen Vergangenheit und Zukunft. Aber wie immer bleibt der Film fesselnd bis zum Schluß. Und wie immer wirkt der Film zwar konstruiert, dafür aber geschickt konstruiert. Nach SAW 6 könnte dann allerdings auch erstmal Schluss sein mit dem Gemetzel im Namen der Moral!

Samstag, 19. Dezember 2009

AVATAR


19. Dezember 2009

Gesamteindruck: ***** (sehr gut)
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Schauspieler: ****
Story: ***
Plot: ***
Musik: *****

Optik: *******

AVATAR... Also eines gleich vorneweg: Die Optik ist einmalig, die 3D Effekte wirklich atemberaubend. Aber darauf kommt es mir im Kino eben nicht an. Die story ist so einfach wie ein Puzzle für 3-Jährige. Die Charaktere flache Stereotypen, der Plot an sich vorhersehbar und einfallslos. Daran ist also nichts innovatives zu entdecken. Leider wird der Zuschauer mal wieder dümmlich vorgeführt. Mit klischeebehafteten Abziehbildern statt Charakteren und dem altbewährten, und bloß nicht aufmüpfigen, Kampf zwischen Gut und Böse will man in Hollywood die Kinokassen klingeln lassen. Und natürlich laufen die Leute in Scharen ins Kino. Schade.
Treffender erfasst es nur folgender Kollege:
AVATAR Review Part 1
AVATAR Review Part 2

Dienstag, 15. Dezember 2009

the box


15. Dezember 2009

Gesamteindruck: ***** (sehr gut)
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Schauspieler: *****
Story: *****
Plot: *****
Musik: ****

Ein Film, der sich vordergründig mit den moralischen Abgründen menschlichen Seins beschäftigt. Dabei schaffen es die Charaktere glaubhaft und auf ihre eigene Art wertfrei symphatisch zu bleiben. Letztlich spielt sich der Großteil des Films im Kopf des Zuschauers ab. Denn entscheidender als der Plot auf der Leinwand ist der Plot im eigenen Kopf. Insgesamt wirkt die story recht nett gestrickt, wirkt zum Ende hin allerdings etwas abgehoben. Sei es einer notwendigen Auflösung geschuldet. Eventuell hätte es dem Film allerdings gut getan weniger zu zeigen und auch die Auflösung für sich zu behalten. Schließlich stellt sich die Frage nach der übermenschlichen Macht so nicht, sondern rückt vor dem Dilemma eigener Handlungsoptionen zurück. Schauspielerisch schaffen es die Darsteller glaubhaft und symphatisch zu bleiben. Insgesamt ein grundsolider Film, der sein Potential allerdings zu wenig ausschöpft und zum Ende hin nicht so recht weiß, wie er sich selbst aus der Zwickmühle befreien soll.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Paranormal Activity


3. Dezember 2009

Gesamteindruck: ****** (überragend)
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Schauspieler: *******
Story: ******
Plot: ******
Musik: ****

ICH fand ihn Super! Sicher, er hat seine Längen. Und auch in den vermeintlich von Geistern heimgesuchten Nächten passiert anfangs nicht viel, ausser dass sich innerhalb von 3 Nächten die Tür bewegt. Als dann aber in Nacht X die Tür knallt, Schritte zu hören sind und unsere Protagonistin aufsteht und 4 Stunden still im Zimmer steht ohne erkennbaren Grund, da wird einem mulmig. Und als dann die Fußspuren zum Bett…… Ich will nicht zuviel verraten, aber wenn man von einem Dämonen heimgesucht wird, dann genau so. Leider ist das Ende etwas zu reißerisch. Etwas unspektakuläres hätte dem Film gut getan. Denn genau so wie er ist ängstigt er mich ungemein. Das ist wahrer Horror. Ich finde im Bett zu sitzen und zuzugucken wie sich die Tür bewegt viel erschreckender als langhaarige Mädchen die aus dem Fernseher klettern. Die schauspielerische Leistung ist ebenfalls sehr beeindruckend, denn sie soll möglichst authentisch ein “homevideo”- Projekt darstellen und dies gelingt äußerst eindrucksvoll. Ich kann den Horror den die Protagonistin durchlebt (u.a. mit ihrem nervigen Ehemann) sehr gut nachvollziehen. Sicher hat der Film schwächen, ist dramaturgisch nicht einwandfrei inszeniert und die Charaktere handeln eventuell das ein oder andere Mal unrational. Aber bei wem würde unter diesen Umständen der gesunde Menschenverstand nicht in Urlaub fahren? Wer sich im übrigen leicht erschrecken lässt sollte in der letzten Szene nicht so genau hinsehen :-)

Freitag, 27. November 2009

2012

27. November 2009

Gesamteindruck: **** (gut)
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Schauspieler: ****
Story: *****
Plot: **
Musik: *****

Schon beeindruckend. Lässt man den Plot mal aussen vor und die unglaublich stupide Art und Weise mit der man Fräulein Angela Merkel im Film begegnet, so bleibt eine reine Augenweide übrig. Eigentlich müsste man eine Sternebewertung für visual effects einführen. 7 Punkte wären garantiert. So schön und dramatisch wertvoll ist die Erde nun wirklich noch nie untergegangen. Ich bin nichtmal sicher, ob man im Falle einersso atemberaubenden Weltunterganges überhaupt weglaufen würde oder einfach nur genießen sollte. Das ist wirklich beeindruckend und ein wahrer Augenschmaus. Und das wars dann auch . Charaktere flach, story flach, happy end garantiert und mal wieder der USamerikanische Präsident der am Ende die Menschheit zur Menschlichkeit bewegt. Ja sicher, haben wir so ja auch noch nieee gesehen! Bis auf die Effekte also nicht “weltbewegendes”, aber allein durch die Effekte doch wieder ein geiler Film!

Dienstag, 17. November 2009

The Men who Stare at Goats


17. November 2009

Gesamteindruck: ***** (sehr gut)
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Schauspieler: *****
Story: *****
Plot: ******
Musik: *****

Haha, George Clooney als Teil einer Jedi- Kompanie, die in den 60ern “Superpowers” entwickelt hat, um den Feind durch pures Anstarren in die Flucht zu schlagen vermag? Lustiger gehts kaum, wenn Georgie allen ernstes behauptet, dass er Superkräfte hat. Und neben ihm ein brillianter Ewan McGregor, der noch garnicht glauben kann, was dieser Mann ihm tatsächlich weiß machen will? Und diese Figur spielt er wirklich hervorragend, sodass das gesamte story-Gerüst nicht ins Absurde zerfällt. Nein, Ewan bleibt der kritische Teil-Realist, der in den meisten Situationen ähnlich verständnislos wie der Zuschauer reagiert. Kevin Spacey als Jedi-Bösewicht und Jeff Bridges als Meister Joda der Flower- Power Kriegsführung. Man, wenn man das so liest glaubt man kaum, dass das ein guter Film ist, der garnicht so sehr auf “Klamauk” setzt. The Men who stare at Goats entwickelt seine volle Genialität allerdings nur in der Originalversion, denn die Charaktere leben von minimalsten Nuancen in Sparache und Mimik. Das beeindruckende Schauspiel gepaart mit einer sehr unkonventionellen wie absurden story macht den Film zu einem wirklichen Erlebnis, der geschickt mit Erzähltempo und Rückblenden arbeitet ohne dabei langweilig oder hektisch zu wirken. Als Zuschauer ist man einem kleinen Wechselbad des Glaubens ausgesetzt, dessen Gerüst immer wieder erschüttert wird. Ist die Ziege tatsächlich gestorben weil George sie angestarrt ist, oder ist ihr Ableben dem Umstand geschuldet, dass sie Wochenlang ohne Nahrung im Labor angeglotzt wurde? Gute Unterhaltung!

Sonntag, 8. November 2009

The Imaginarium of Dr. Parnassus


8. Novermber 2009

Gesamteindruck: ****** (überragend)
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Schauspieler: *******
Story: ******
Plot: ******
Musik: ******

Einmal mehr konnte man sich in den Kinosessel fallen lassen und wurde augenblickblich in eine andere, fantastische Welt entführt, aus der man erst knappe 2 Stunden später wieder entfliehen musste… Bildgewaltig, fantastisch, beeindruckend und schauspielerisch hervorragend sind die Worte, mit denen man den Film am besten beschreiben kann. Einmal mehr wird gezeigt, dass man bei guten Filmen das Herzblut, das in ihnen steckt, spüren kann.

Die story, genauso verrückt und verdreht wie die Bilder, durch die sie erzählt wird, handelt von dem Reisenden, dem unsterblichen Dr. Parnassus, der durch einen zwielichtigen Deal mit dem Teufel nun alles verlieren könnte, was sein leeres Dasein in der modernen Zeit erträglich macht. Wie durch ein Wunder scheint da Tony (Heath Ledger) aufzutauchen und plötzlich scheint das Unmögliche doch noch wahr zu werden…

Der Film lebt von seinem fantastischen Setting und den Schauspielern, die die Geschichte zum Leben erwecken. Sei es in der realen, wie in der Traumwelt. Überall gibt es fantastische Bilder und Details zu entdecken. Ich habe mich wie ein kleiner Junge gefühlt, gefesselt von den Traumsequenzen. Aber auch die Details in der realen Welt, wie z.B. die Kutsche der Schaustellerfamilie, wirken inspirierend und fantastisch. Die erfordlerliche Mystik des abgewrackten Magiers geht nie verloren und wird auf beeindruckende Art und Weise aufrecht erhalten.

Ihr übriges tun Schauspieler und story. Ein Jammer, dass dieser begnadete Schauspieler Heath Ledger gestorben ist. Seine Preformance ist “outstanding”, fantastisch. Allerdings ist es dem Regisseur Terry Gilliam trotz des unersetzlichen Verlustes Ledgers durch den Einsatz von Depp, Farrell und Jude Law die Sequenzen in der Traumwelt überzeugend zu inszenieren. Trotzdem überschattet Ledger alle anderen bei Weitem.

Insgesamt mangelt es dem Film an Nichts. Das Tempo stimmt, die story ist spannend und perfekt erzählt, die Musik unterstützt das gesamte Setting auf die bestmögliche Art und Weise. Alles in allem ein einmaliges Kinoerlebnis!

Mittwoch, 28. Oktober 2009

9

28. Oktober 2009

Gesamteindruck: ****** (überragend)
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Schauspieler: *****
Story: ******
Plot: ******
Musik: *****

Ich liebe diese Filme. Auch hier haben wir wieder eine interessante Mischung aus stop-motion Animation und CGI, wenn sich unser “9″ mit seinen 8 Gefährten auf dem Weg durch unsere zerstörte Welt mit den Maschinen anlegt. Was am Anfang noch zu undurchsichtig erscheint nimmt im Laufe des Films immer mehr Gestalt an. Die Charaktere sind sympathisch und die story gestattet ihnen nicht nur Ecken und Kanten, sondern auch eine Entwicklung, wie man sie bei manch anderem Film vermisst.

Das Setting ist atemberaubend erschreckend, ängstigend und gleichzeitig faszinierend, liebevoll und authentisch inszeniert. Die Post- apokalyptische Umgebung und die surrealen Charaktere und Figuren projizieren tatsächliche menschliche Ängste und Endzeitthemen auf die Leinwand, eingesponnen in eine am Ende doch recht leicht verdauliche Geschichte.

Diesen Film zu gucken macht Spaß aus vielen Gründen: Die Charaktere, die immer spannend und z.T. ungewöhnlich agieren. Sicher gibt es die typischen Rollenverteilungen, aber wenn man glaubt dass alle sich immer kongruent verhalten, dann irrt man, denn der Film hält die ein oder andere Überraschung bereit. Die Bilder sind atemberaubend durch ihr Endwelt- Setting, welches die Grundstimmung des gesamten Films authentisch und überzeugend bestimmt.

Die story ist zwar keine Offenbarung, bleibt aber über die gesamte Laufzeit spannend und wartet mit einigen Überaschungen auf. Insgesamt also mehr als einen Blick wert.

Samstag, 24. Oktober 2009

Cirque du Freak: The Vampire’s Assistant


24. Oktober 2009

Gesamteindruck: *** (mittelmäßig)
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Schauspieler: ***
Story: ***
Plot: ***
Musik: ***

Alles ziemlich dünn. Zwei kleine Teenager entfachen den Krieg zwischen blutrünstigen und kleinen Mädchenvampiren. Alles überdurchschnittlich langweilig und vorhersehbar inszeniert. Keine Überraschungen, keine wirkliche Charakterentwicklung, alles bleibt hinter jeglichen Erwartungen an einen vernünftigen Vampirfilm zurück. Das Ganze noch in eine dünne Moral gepackt und fertig haben wir einen netten Kinderfilm mit allem was dazu gehört. Dabei gestaltet sich das ganze zusätzlich noch recht unlogisch und insgesamt kann man während des Genusses dieses filmischen “Meisterwerkes” das Gehirn getrost abschalten. Und ich bleibe dabei: Kinder, die die ultimativen Helden mimen finde ich einfach scheiße. Das kommt nicht authentisch genug rüber. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Viel zu mittelmäßig, viel zu gewöhnlich, viel zu unwürdig, um das Thema Vampir im Kino zu verbraten. Schade, mal sehen was die Fortsetzungen hergeben, aber ich befürchte mehr als Kinderkeile wirds da nicht geben…

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Pandorum

8. Oktober 2009

Gesamteindruck: **** (gut)
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Schauspieler: *****
Story: ****
Plot: ****
Musik: ****

Der Film war wirklich ziemlich in ordnung, verspielt sich aber ein sehr gut, indem er zu offensichtlich mit Sound- und Schreckeffekten, die teilweise und besonders in irischen Kinos, versucht Gruselathmosphäre zu erzeugen, statt, was dem Film besser zu Gesicht gestanden hätte, mit der beklemmenden Athmosphäre der Dunkelheit und Einsamkeit zu kokettieren. Ziemlich schnell entpuppt sich die story, als zu konservativ. Sobald man den Nebel der Ahnungslosigkeit langsam verlassen hat beginnt man zu realisieren, dass einem hier nur vorgegaukelt wird, dass man einen Film von wirklichem Belang sieht.

Lautstark werden unsere Protagonisten ab dem zweiten Drittel des Films von “Orks” durch die Gänge des Raumschiffs gejagt. Dabei verhalten sie sich leider sehr unlogisch und von einer Entwicklung ist nicht viel zu erkennen. Trotzdem kann der Film mit einer beeindruckenden Athmosphäre aufwarten. Und auch wenn das Grundsetting vielleicht mehr verspricht bleibt die Geschichte durchweg spannend und am Ende könnte man sogar ein bisschen der Meinung sein, dass sie es wert war erzählt zu werden. Für eine deutsche Produktion bietet sie mir dann doch zuviel Hollywood und zuwenig eigenständige Ideen und vor allem zu wenig Mut eine unkenventionelle Geschichte zu erzählen. Leider mangelt es an solchen doch sobald es das Set ins Weltall verlegt? Ich meine wie langweilig ist es denn mittlerweile, wenn irgendwelche Monster irgendwelche Menschen durch irgendwelche Raumschiffe jagen? Und warum ist es langweilig? Richtig, weil das alles ziemlich belanglos ist, und vor allem, weil einem Setting und Charaktere völlig egal sind. So auch hier.

Wären alle noch kurz vor dem Ende gestorben hätte es dann auch keinen Zuschauer interessiert. Dafür ist es dann einfach zu wenig. Am Ende kommt noch hinzu, dass man die Wendung nicht so wirklich glaubhaft findet. Was bleibt, bzw. was den Film trotzdem “gut” macht ist, dass man sich nach 2 Stunden im Kinosessel trotz allem trotzdem recht nett gegruselt und unterhalten gefühlt hat. Und das ist doch immerhin schonmal etwas :-)

Samstag, 3. Oktober 2009

The Soloist

3. Oktober 2009

Gesamteindruck: ***** (sehr gut)
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Schauspieler: *******
Story: *****
Plot: *****
Musik: *****

Schwer zu verstehen, wenn Nathaniel seine Monologe führt, aber durchaus sehenswert. Eine interessante Studie über Schicksal, Talent, Armut und Freundschaft. Schauspielerisch wird hier wirklich überragendes Kino geboten. Besonders Jamie Foxx weiß mal wieder zu überzeugen und eine weitere Referenz in seiner Karriere zu setzen. Am Ende ist der Film ganz anders, als man erwartet. Oder anders ausgedrückt: Am Ende stellt der Film ganz andere Dinge in den Mittelpunkt seiner Erzählung, als er in Trailer und Co. zuvor von sich selbst erahnen lässt. Das schöne daran ist, dass der Subplot, der die Armut und das Elend thematisiert, eine recht konventionelle Geschichte noch einmal um einiges aufzuwerten vermag.

Ich war an vielen Stellen im Film fasziniert: Über die so ungewöhnliche und ungleiche Freundschaft, über das Schicksal das viele Menschen zu ertragen haben und über das Ende, welches ich an dieser Stelle nicht verraten möchte. Erzähltechnisch wandelt der Film auf sicheren Pfaden, verlässt sie aber immer wieder, um vom Hochglanzparkett in den Straßendreck von LA zu tauchen. So wird der Film auch rein optisch gesehen nie langweilig. Stattdessen gestaltet sich das Tempo angemessen und angenehm über den Film verteilt. Allerdings liegt auch hier das Problem des Films. Es scheint keinen wirklichen Höhepunkt, keinen wirklichen Wendepunkt zu geben. Sicher, viele kleine Überraschungen können einen Film interessant erscheinen lassen, aber wirklich markante Wegpunkte sucht man auf der Reise vom Anfang zum Ende dann leider vergebens. Und genau diese “Monotonie” führt daszu, dass sich der Film ein wenig zu sehr in die Mittelmäßigkeit manövriert. Das ändert aber nichts daran, dass es sich bei dem Film um ein rührendes, spannendes und interessantes Drama handelt, welches ich an dieser STelle jedem nur wärmstens ans Herz legen kann.

Sonntag, 27. September 2009

Surrogates

27. September 2009

Gesamteindruck: *** (mittelmäßig)
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Schauspieler: ***
Story: ***
Plot: ****
Musik: ****

Hier in Irland ist man ja nun gezwungen den Film im Original, sprich in englischer Sprache zu sehen. Nicht nur dass ich es prinzipiell sehr interessant finde Filme auf Englisch zu gucken, nein, hier kann ich auch endlich mal im Feldversuch feststellen, ob das Original immer soviel besser ist als die Synchro. Nach zwei Filmvorstellungen muss ich sagen: Gut, dass wir so gute Synchros produzieren. Beim besten Willen, aber wenn Herr Willis ansetzt sich was ins Bärtchen zu nuscheln, dann wirds übel. Ausserdem wirkt der Ton auch nicht so schön produziert wie in der synchronisierten Version. Naja.

Der Film an sich bietet, trotz des durchaus spannenden und kontrovers zu diskutierenden Themas, zu wenig Angriffsfläche für bohrende Fragen nach dem “was wäre wenn”, nach dem man sich eigentlich sehnt. Vielmehr verkommt der relativ schlecht animierte Streifen eher zu einem Actionkrimi und weiß mit seiner Intention garnicht so wirklich umzugehen. Zu wirr ist der Plot gesponnen, zu einfach und vorhersehbar sind Charaktere und Handlung, als dass man das Kino mit dem zufriedenen Blick eines Menschen verlassen kann, der gerade fantastisch untrhalten wurde. Schauspielerisch ist das mit Sicherheit auch einer der schlechtesten Filme meines Jugendhelden. Selbst Die Hard 4 hatte da mehr Tiefgang. Insgesamt wird dem Zuschauer ein mäßiges CGI- Spektakel geboten, welches leider nur ein schlechtes Abziehbild einer wirklich interessanten Geschichte darstellt.

Mittwoch, 23. September 2009

Oben (Up)

23. September 2009

Gesamteindruck: ****** (überragend)
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Schauspieler: ******
Story: *******
Plot: ******
Musik: ******

Der letzte Film für mich in Deutschland, also musste es ein Highlight werden… Pixar sei dank: Es wurde eines!

Wenn ein Film “oben” heißt und der kleine dicke Junge das WEIBLICHE Vögelchen konsequent Kevin nennt, dann ist das bei meinem Zwerchfell bereits die halbe Miete. Das ganze noch mit einzigartigen Charakteren garniert und in eine liebevolle story verpackt. Und schwupp bin ich hin und weg.

Das schöne an Pixar ist ja, dass sie genial sind in dem was sie machen. Und da die 3D Animationstechnik eben genau das ist, müssen sie auch nicht beim Anspruch “Auch in 3D” keine feuchte Hose kriegen und zum digitalen Schwanzvergleich ansetzen, sondern einfach nur solide arbeiten und sich auf die story konzentrieren. Und genau das spürt man hier in jeder Sekunde. Hier wurde sich mit den Charakteren beschäftigt, hier wurde die story, nicht dieses 3D Gedöns, in den Vordergrund gestellt. Und sie haben es geschafft eine herzzerreißende Komödie auf die Leinwand zu zaubern, die ganz auf 3D verzichten kann, weil sie einfach zu groß und zu gut ist.

Ich liebe diesen Film, er verbindet doch das, was uns alle am meisten bewegt: Schicksal, Emotion, Schmerz, aber auch Freude, Freiheit und Lebenslust. Ein Film für die Ganze Familie. Jeder sollte ihn sehen, alle sollten ihn lieben!

Mittwoch, 16. September 2009

District 9

16. September 2009

Gesamteindruck: ****** (überragend)
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Schauspieler: ******
Story: ******
Plot: *******
Musik: ******

Wo Peter Jackson draufsteht ist eben auch Peter Jackson drin. Auch wenn er nur präsentiert. Was Neill Blomkamp und Peter Jackson geschaffen haben ist wirklich ein Vorstoß auf so vielen Ebenen, dass einem kaum aufzufallen scheint, dass doch nur mit altbackenen Zutaten gekocht wird.

Aliens, die mehr oder weniger unfreiwillig über Johannisburg landen (müssen) und ausnahmsweise mal nicht den völligen Vernichtungskrieg gegen die USA anzetteln, und schon garnicht auf die Idee kommen mit Alienwaffen die Menschen zu unterjochen, wie es uns Hollywood seit unzähligen Jahren weismachen will. Nein, diesmal ändert sich die Opferrolle und damit auch die Perspektive, aus der uns der Spiegel vors Antlitz gehalten wird.

Mit unzähligen Anspielungen aufbauend auf die Grundthematik und serviert mit einem mutigen Stückchen Humor gelingt es hier einen Subtext zu kommunizieren, wie man es hätte geschickter nicht gestalten können. Zum Teil bleibt der Film dokumentarisch, fokussiert sich auf die Frage: Wie gibt man Aliens Asyl? Wie integriert man sie? Oder viel wichtiger die Frage: Will man sie integrieren? Und im nächsten Moment konzentriert sich der Film auf seinen main- Plot, den um den Umsiedlungsbeauftragten Wikus van der Merwe, dem unsympathischen Helden, der auf seltsame Weise Bekanntschaft mit dem macht, was wir Integration nennen. Hier geht es dann um die allzu offensichtlichen Themen wie Technologieklau von den Aliens. Das ganze wird dann mit ordentlich Splatter und Gore präsentiert, dass niemand sagen kann: Achso, naja, soll vorkommen. Nein, hier wird nicht weggeguckt, wenn der Mensch seine Menschlichkeit verliert. Hier wird draufgehalten. Und so gestaltet sich dann auch der Rest des Films: Draufhalten bis die Kotze sauer schmeckt :) Und das auch noch auf erfrischende Art und Weise.

geniale Charaktere, geniale schauspielerische Leistungen, geniale story - und das obwohl das Konzept das Älteste der Kinogeschichte ist: Aliens landen auf der Erde…

Sonntag, 30. August 2009

Der Kaufhaus Cop


30. August 2009

Gesamteindruck: *** (mittelmäßig)
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Schauspieler: ***
Story: **
Plot: **
Musik: ***

Ein so mittelmäßiger Film, dass eine Filmrezension nahezu keinen Spaß macht. Kevin James blödelt sich äußerst durchschnittlich durch ein äußerst mittelmäßiges Drehbuch auf der äußerst mittelmäßigen Jagd nach mittelmäßigen Jokes. Hat man alles schonmal gesehen, hat man alles schonmal ähnlich mittelmäßig bewertet. Von Kevin james in der Hauptrolle und Adam Sandler erwartet man mittlerweile einfach mehr als einen Standart- Plot runterzuspulen und sich dabei auf die altbewährten Kalauer zu verlassen, ohne nennenswerte Sprünge nach oben oder unten. Am Ende bleibt die story extrem vorhersehbar, wenn auch im Grundtenor irgendwie ständig deprimierend. Es kommt zusammen was zusammen gehört, die Bösen schmoren in der Hölle und wenn sie nicht gestorben sind, dann bla bla bla…

Ziemlich ermüdend und enttäuschend.

Freitag, 28. August 2009

Isch kandidiere!

28. August 2009

Gesamteindruck: * (unterirdisch)
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Schauspieler: **
Story: *
Plot: *
Musik: *

Der Teil Kachelwand beim Spülkasten im ersten Klo im Neubrandenburger Cinestar zählt 48 Kacheln.

Ja, es geht tatsächlich noch schlechter als “Transformers” und “Liebling, ich bin Profikiller”, oder wie der Scheiß damals hieß. Und die Auszeichnung als erster 1- Sterne Film wird keinem geringeren verliehen als Horst Schlämmer, dieser völlig unkomischen Kunstfigur des wesentlich talentierteren Hape Kerkeling. Es war so schlimm, dass man zwischendurch gut und gerne ne halbe Stunde hätte schlafen können, ohne befürchten zu müssen auch nur einen Funken gehaltvollen Inhalts verpassen zu müssen. Oder anders gesagt: In gefühlten 4 Stunden versteht es ein schnodderhochziehender Horst Schlämmer mit nichts als Belanglosigkeiten zu langweilen, wie kaum ein Zweiter. Was wollte Hape Kerkeling mit diesem Film eigentlich aussagen? Wie völlig überflüssig eine Figur wie Horst Schlämmer in Deutschlands Medienlandschaft ist?

Was wollte dieser Film bewirken? Aufdecken wie etwa ein Borat? Schockieren über die Missstände in der deutschen Politik? Einfach nur lustig sein? Ich bin mir sicher, dass dies eine der Intentionen gewesen sein muss. Ansonsten würde der überaus Ungelungene Mix aus inszenierten Szenen und z.T. dokumentarischen Episoden an einigen Stellen nicht so gewollt (und nicht gekonnt) ernst rüberkommen. Da sind zum Beispiel die Interviews mit den Politikern. Hier hätte man mit Sicherheit die deutsche Politiklandschaft als inhaltliche Wüste demontieren können. Doch was macht Horst? Er schnoddert sich durch ein peinliches Interview, witzelt mit billigem Wortwitz über Namen und Rückenbeschwerden verzweifelt auf der Suche nach dem nächsten “superlustigen” schlämmer`schen Fettnäpfchen. Wo bleibt die Persiflage? Zweifelsohne kann er keinem Politiker zu keiner Zeit gefährlich werden. Und keiner lässt sich von soviel Stumpfsinn einen verbalen Ausrutscher entlocken. Sowohl Hape Kerkeling als auch die Politiker spielen ihre Rolle perfekt.

Es ist schade, dass ein so wichtiges und vor allem interessantes Thema so stümperhaft und oberflächlich abgehobelt wird und mit billigem Wortwitz, statt mit intelligentem Humor und spitzfindigen Details zu überzeugen versucht. Eine Schande, dass wieder einmal halb Deutschland in so einen Drecksfilm gelockt wird. Ein Drecksfilm ohne Aussage freilich? Denn was bleibt am Ende, wenn Horst dann endlich verloren hat? Nichts? Weder irgendeine Information über die Parteienlandschaft in Deutschland, noch irgendein interessanter Fakt über Politik im allgemeinen. Es bleibt nichts, ausser dem fahlen Nachgeschmack, dass man inhaltlosen Klamauk dann auch noch ohne nennenswerte Lacher inszeniert.

Zusatz: Nach dem Lesen einiger anderer Kritiken muss ich noch einmal Anlauf nehmen… Wo ist denn der Film bitte “entlarvend” und wann wird in seinen austauschbaren non-sense Interviews die Politik als unfähig charakterisiert? Als er seinen Eimer Kartoffelsalat rausholt? Als er über die bequemen Sessel in Rüttgers Büro philosophiert? Es hätte ja vielleicht noch ansatzweise spannend werden können, wenn die HSP (Horst Schlämmer Partei) eine wirkliche politische Alternative aufgezeigt hätte. Aber nichts von alledem. Der Dokumentarfilmcharakter wird nur durch die Kameraeinstellung erzeugt, alles andere ist Schrott und inszeniertes Abfeiern einer überflüssigen Kunstfigur. In den improvisierten Szenen lässt sich wohl keiner in der scheinbar recht kurzen Drehzeit verarschen, die inszenierten Szenen wirken in jeglicher Hinsicht amateurhaft und verzweifelt.

Überflüssig, überflüssig, überflüssig…

Donnerstag, 27. August 2009

Inglourious Basterds

27. August 2009

Gesamteindruck: ******* (Weltklasse)
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Schauspieler: *******
Story: *******
Plot: ******
Musik: *******

“Hey Bärenjude, hier möchte einer für sein Vaterland sterben!”

Es tut mir wirklich leid. Nicht nur, dass der Film trotz des “Themas” unglaublich amüsant ist und der stärkste Part “Judenjäger” Hans Lander ein SS- Offizier ist. Nein, es tut mir auch leid, dass bereits zum dritten mal in Folge die 7 Punkte Marke erreicht wurde. Aber ich kann beruhigend hinzufügen: Ab jetzt geht das Kinojahr ersteinmal ins verspätete Sommerloch…

Der Film hat alles, was einen guten Tarantino ausmacht. Ungewöhnliche Erzählweise, gemächliches Erzähltempo, ein Händchen für Charaktere und Dialoge und das Stückchen Humor, das ihn schon immer von seinen Zeitgenossen abgehoben hat.

Der Film kommt zwar unglaublich langsam daher, und scheinbar werden die Regeln der Dramatik ins Gegensätzliche verkehrt, aber gerade dadurch entwickelt der Film seine Intensität und seine Orginalität.

Besonders stechen hierbei die Dialoge hervor. Sie sind der Kernstück des Ganzen. Sie besitzen eine Qualität, die seines Gleichen sucht.

Auch bei der Auswahl und Führung der Schauspieler hat Tarantino ein glückliches Händchen bewisen. Allen voran Christoph Waltz als SS- Offizier Hans Landa, der in all seinen Szenen, und auch in denen, in denen er nicht körperlich anwesend ist, eine unglaubliche Präsenz aufbaut und alle anderen Darsteller überstrahlt. Gerade einmal Brad Pitt kann mit so einem Charakter zusammen spielen und wirkt nicht komplett an die Wand gespielt. Diane Kruger z.B. vermag das nicht und verblasst vollends im Glanze ihres Szenenpartners.

Auch alle anderen Darsteller spielen solide, wenn nicht sogar überdurchschnittlich.

Die story an sich nimmt sich nicht so ernst und wird genau so rübergrbracht und erzählt. Auch die geschichtlichen Hintergründe werden zurechtgebogen, um schließlich das Ende des Krieges neu zu erfinden. Insgesamt ein sehr erfrischender Umgang und eine gelungene Inszenierung, die nicht nur Tarantino Fans begeistern wird.

Und selbstverständlich muss man Tarantino auch hier wieder eine unvergleichlich glückliche Hand bei der Musikauswahl, die wohl ein weiteres Highlight des Film markiert, attestieren.

Beim Leben meiner Schwester

27. August 2009

Gesamteindruck: **** (gut)
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Schauspieler: *****
Story: *****
Plot: *****
Musik: ******

Ein unglaublich interessanter Grundkonflikt, der uns die Vorstellungen von Werten und Moral noch einmal aus anderer Perspektive überdenken lässt. Das eine Mädchen ist zum Sterben verurteilt, das andere wurde prinzipiell nur gezeugt und “gezüchtet” um dem kranken Mädchen noch ein paar Tage mehr auf Erden schenken zu können. Und dann will das Ersatzteillager plötzlich nichtmehr spenden, weil sie cheerleaden, Fussballspielen und auf Parties gehen will? Die Überlegung bringt die eigenen Vorstellungen von Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein gehörig ins Schwanken, denn ist es tatsächlich geschriebenes Gesetz, dass ein Familienangehöriger spenden muss, wenn es seine Gesundheit damit auch entscheidend beeinträchtigt? Und wir reden in diesem Fall nicht von ein bisschen Blut hier und ne Niere dort? Nein, wir reden von mehreren schwerwiegenden Eingriffen, Stammzellenverpflanzung, Organspende und vielem mehr? Doch kann man als Teil dieser Familie das verwehren? Der ursprüngliche Plot kippt dann gegen Ende doch nocheinmal und alles kommt dann doch ganz anders als erwartet.

Leider geht der Film etwas zu oberflächlich mit dieser Frage um, er beleuchtet den Grundkonflikt zu wenig, zwigt zu wenig seiner emotionalen Tragweite. Dennoch schafft er es den Zuschauer zu berühren, ja zu Tränen zu rühren. Die Charaktere wirken glaubhaft, auch wenn ihr handeln nicht immer rational ist. Aber welches 15 bzw. 12 jährige Mädchen handelt schon rational im Angesicht des Todes. Welche Mutter, welcher Vater würde rational handeln?

Doch der Film zeigt viel mehr, er geht auch darauf ein, wie sich die Familie verändert, wenn sich der Tod im Haus einquartiert? Da ist der Sohn, der irgendwie ganz hinten ansteht, desen Fehlen über nacht nichteinmal bemerkt wird, wenn sich alles um die Tochter im Krankenhaus dreht. Der Sohn, der sein Schicksal allerdings erträgt, der familie zu Liebe. Leider wird auch dies nur schemenhaft angedeutet.

Doch das script schafft es den Zuschauer zum Denken zu animieren, nicht alles herauszuposaunen, sondern stattdessen lieber subil darauf hinzuweisen.

Insgesamt ein sehr interessanter und natürlich vor allem emotionaler Film.

Dienstag, 25. August 2009

The Hurt Locker - Tödliches Kommando

25. August 2009

Gesamteindruck: ****** (überragend)
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Schauspieler: ******
Story: ******
Plot: ******
Musik: ******

Gleich zweimal kurz in Folge muss die volle Bandbreite der cinetologischen Bewertungsskala ausgereizt werden. Aber was soll man machen, wenn sich ein explosives Actiondrama in das Herz des fleißigen Kinogängers brennt wie kaum ein anderer Film seines Schlages.

Was hier inszeniert wurde grenzt an Genialität. So intensiv sind Bilder, Musik und schauspielerische Leistung, dass man über die volle Länge gebannt im Kinosessel verbringen darf. Perfekte Bilder, passender und nicht zu aufdringlicher Subtext, eine ungehübschte, authentische und spannende Geschichte und schließlich eine grandiose schauspielerische Leistung runden den Gesamteindruck ab.

Eine sehr erwachsene Auseinandersetzung mit dem Post- 9/11 Trauma der über die volle Länge unglaublich spannend und geschickt inszeniert ist. Zu keinem Moment langweilt der Film, zu keinem Zeitpunkt sind Charaktere unglaubwürdig.

Dank der Kamera, die am ehesten als Wackelkamera mit mäßigem Wackeln beschrieben werden kann, fühlt man sich ständig mitten ins Geschehen versetzt und nimmt so Teil an Action und Dramatik, wie sie perfekter kaum in einem Film miteinander verschmelzen kann.

Interessant ist auch der Aufbau, also die Erzählweise. Statt des obligatorischen Augenöffner am Anfang, der etwas trägeren Mittelteil bis hin zum großen Finale bleibt der Film nahezu über die gesamte Länge scheinbar auf einem Level. Nur nuanciert wird hier der Spannungsbogen unterbrochen, dies aber auf sehr hohem Level. Ein völlig anderes Gefühl entfaltet sich bei dem Zuschauer. Dieser wird vor allem vom Ende überrascht sein, denn statt dem erwarteten Finale mit viel Krawumm erwartet ihn ein Ausflug in die Stille, in den Subtext. Den Actionhöhepunkt hat man dann schon hinter sich, der sich ebenfalls ganz anders gibt als zu erwarten wäre. Schließlich kann im Irak jeder Tag ein Finale sein…..

Donnerstag, 20. August 2009

The Hangover

20. August 2009

Gesamteindruck: **** (gut)
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Schauspieler: *****
Story: *****
Plot: *****
Musik: ******

Es war mal wieder viel zu spät, der Saal war mal wieder viel zu leer und ich selber fühlte mich mangels Schlafes auch ein wenig overhängt sozusagen. Und dennoch konnte ich an vielen Stellen durchaus herzhaft Lachen. Insgesamt kann man sagen: Gabs alles in ähnlicher Form schonmal: 4 Vollhorsten knallen sich die Birne dicht und wachen am nächsten Morgen im wahrsten, wie im übertragenen Sinne in einem Scherbenhaufen auf. Soweit so gut, kann ja durchaus auch beim zehnten Mal gucken noch witzig sein.

Dieser Streifen hier hatte sogar noch ein kleines bisschen mehr zu bieten. Die gesamte reverse- telling Montage konnte mit einigen Überraschungen aufwarten und wurde somit niemals langweilig. Eigentlich ein ziemlich gelungener Durchmarsch was absurde und witzige Situationen angeht. Auf der anderen Seite spart man in diesem Film mit wirklich innovativen Ideen. Ein bisschen Situationskomik hier, der Quoten- Vollidiot an anderer Stelle, die vorhersehbare, weil obligatorische Schnellhochzeit in Las Vegas und das versöhnende Happy End sind selten innovativ, wenngleich gelungen umgesetzt. Der Trailer hat einfach größere Erwartungen erzeugt, als der Film schlussendlich halten konnte. Die Charaktere sind auch ein wenig grob geschnitzt. Für eine wirklich gute Komödie muss da einiges mehr an Fingerspitzengefühl zu spüren sein. Es reicht einfach nicht, wenn der Abspann das mit Abstand Lustigste am ganzen Film ist! Und der ist mal WIRKLICH RICHTIG LUSTIG!!!